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Cainus Welt

Cainus Welt - Das Volkstrott-Wochenende

Seid gegrüßt!

Was soll ich sagen, ich war selten so glücklich, euch alle mal wieder gesehen zu haben. Es ist einfach immer wieder zu schön, wenn auch nur für einen Augenblick mit euch allen zu scherzen, zu reden, zu saufen und so weiter und so fort. MIch würde ja interessieren, was die letzten Tänzer von Mark/Wuschel/Eulenspiegel(je nachdem, wie er sich bei euch vorgestellt hat^^) hielten. Ich hab ihn vor zwei Wochen in Potsdam kennengelernt und konnte ja erst nich so viel mit ihm anfangen, aber inzwischen weiß ich, dass er echt n ganz lieber Kollege ist. Außerdem hat er sich breitschlagen lassen zum Volkstrottkonzert mitzukommen, sich dort ne CD, n T-Shirt und n Pulli gekauft, scheint ihm also gefallen zu haben^^.

So, nun hab ich erstmal gelobt und geschleimt, nu fängt der Blog auch richtig an:

nämlich mit Samstag morgen:

Uffstehn, rausschleichen ins helle Licht des Tages und zur Arbeit. Es stand mal wieder ein Herthaspiel an. ICh war müde, mir war kalt und was man vom Wetter halten sollte wußte es anscheinend selbst nicht so genau... MIr war jedenfalls selbst im Pulli noch unangenehm kalt. Kaum, dass ich auf ARbeit stand, fing die Sonne an hinter den WOlken hervorzuschauen. Plötzlich war mir unangenehm warm, jedoch war ich nicht in der Position, mich meines Pullis zu entledigen. Dann gings los. ICh sollte mal wieder den Bodycheck veranstalten. Inzwischen haben wir wieder die richtigen Temperaturen, sodass alle Leute zwar noch dicke Winterjacken anhaben, aber darunter genauso dicke Schwitzen. Blöd nur, dass wir immer die JAcken öffnen und den Rücken entlangtasten müssen. NAch getaner ARbeit also erstmal mit paralysierten Händen zum Klo geflohen, in Seife und Wasser ertränkt und saubergeschrubbt, bis man wieder die Haut sehen konnte.

Als nächstes gings nach Hause, wo ich mir kurz ne Pizza reingeschoben hab und dann sofort losging mit Sören zum KOnzert. Wider erwarten war Wuschel schon da, und er schien sich auch schon mit Coco und Ricky unterhalten zu haben, was mich irgendwie freute. Mein eisiges Versprechen mir gegenüber, nur zwei Bier zu trinken verdrängte ich spontan, als Wuschel mir seine Flasche Met hinhielt. Ich hab mich vor dem Konzert gut angetrunken. Glücklicherweise hab ich das alles wieder ausgeschwitzt während des Konzertes.

Das Konzert: Skeptiv in Perspektiv hab ich nur so aus dem Hintergrund vernommen. Punk halt, nicht mein Geschmack, nicht weiter erwähnenswert.

Taskafalar/Stoneheads: Auf die Band war ich schon ziemlich gespannt und ich bin nicht enttäuscht worden. Solider Rock mit türkischem Gesang, der mich immer irgendwie an J-Rock erinnert^^ Man konnte gut dabei abgehen und so habe ich mir prompt die beiden CDs gegönnt^^

Volkstrott: Wohlgemerkt eines der besten Volkstrottkonzerte aller Zeiten. Auch wenn der Sound am anfang ein wenig zu dröhnend war, konnte man trotzdem sehr gut dazu abgehen. Ich habe immernoch Nackenschmerzen und blaue Flecke vom Pogen. Ich war echt erstaunt, dass sie die ganze CD + Boni gespielt haben. Live gefällt mir sogar Schuld, was ich auf der CD als überflüssig erachte.

So hab ich mich also direkt nach dem Konzert gut angeheitert und sichtlich geschafft nach Hause begeben. Es war bereits

SONNTAG!*donner**blitzgewitter*

Und nachdem ich um kurz vor 2 uhr schlafen ging, stand ich bereits um 5:20 wieder auf. Um 6 Uhr holte mich nämlich mein Vater mit dem Auto ab und brachte mich zur Glienicker Brücke. Um sieben Uhr sollte ich dort einen MArathon beaufsichtigen. Stark unterschlafen, gähnend, frierend, mit Augenringen, auf die jeder Totenschädel stolz wär. Dennoch war das mit dem Arbeiten sehr angenehm, weil niemand eine Ahnung hatte, was er eigentlich da tun sollte. Unser Einsatzleiter war genauso ins kalte Wasser geschmissen worden wie wir. Glücklicherweise dauerte das Ganze nur vier Stunden. Also nach Hause gefahren(worden), dann n Stündchen irgendwie verbracht(ich erinnere mich nur noch dunkel, weil ich versucht habe, n Minütchen zu schlafen...) und weiter zur Arbeit ins Olympiastadion. Berlin Thunder wollte im gesichteren Stadion spielen. Ham sie auch und kläglich verloren...so sah es für mich jedenfalls aus, aber ich hab ja von Football keine Ahnung. Aber 16(Hamburg SeaDevils) zu 7(Thunder) scheint eine klare Niederlage zu sein^^

Dann freute ich mich darauf, nach Hause zu kommen, gemütlich in die BAdewanne zu fallen und den Rest des Tages zu genießen.
Haha... Kaum zu Hause angekommen war Full House. Thilo, Roman und alle WG-Bewohner schauten Liebesgrüße aus Peking. Erschöpft, aber dennoch interessiert setzte ich mich dazu und fand den FIlm einfach nur genial. Stephen Chow(das Brain hinter Kung Fu Hustle und Shaolin Soccer) verarscht gnadenlos diverse James Bond Filme. Im Film nennt er sich auch Lei Lei Shing(007). Sehr lustig und empfehlenswert, auch wenn er von 1994 ist^^

So, nun gebe ich mich wieder den Fragen des Lebens hin. Wer ist nun eigentlich als neuer Präsident in Frankreich gewählt worden? Wann starb denn Boris Jelzin, wo ich gerade seine Abschiedsfeier gesehn habe? Warum schmeckt Spargel eigentlich so verteufelt gut?
Und zu guter letzt:

Ist euch dieser Blogeintrag dieses Mal lang genug?

Gehabt euch wohl
Cainu
25.4.07 19:09


Cainus Welt - Die Schönheit des Lebens

Seid Gegrüßt

Es ist ja nun schon wieder ein wenig länger her, seit ich hier was reingeschrieben habe. Aber in der WG kommen wir mit dem Internet ja nicht voran.

Doch nun bin ich ja da und habe sicherlich einiges zu erzählen.

Zu allererst einmal: Das Leben in der WG tut so unglaublich gut. Ich habe mich noch nie so lebendig, so lebensfroh und so voller guter Laune gefühlt wie in diesen paar Monaten. Denn ich lerne selbst die kleinsten Dinge im Leben als schön zu erachten, sei es die kleinen blühenden Pflänzchen an den Bahnhofsgleisen, Reflektionen an vorbeifahrenden Autos, das Spiegeln des blauen Himmels in einer kleinen Pfütze, die Biene, die gerade in einer Blume steckt oder einfach nur die Schönheit der Menschen um mich herum. Wer einfach mal die Augen öffnet für diese oftmals als belanglos erachteten Kleinigkeiten wird sehen wie schön die Welt eigentlich ist, trotz besprayter Plattenbauten, überquellenden Mülleimern, verdreckten Spielplätzen, Gewalt und Farblosigkeit überall. Wer einmal die Reflektion von Tau in einem Spinnennetz beim Sonnenuntergang gesehen hat und sich bewusst darauf konzentriert jede Feinheit, jede einzelne Faser des Netzes zu erfassen, mit Blicken zu ergreifen und in sich aufzunehmen, der weiß, dass es kein schöneres Gefühl gibt als dieses Verliebtsein. Sich seiner Umwelt bewusst sein. Dabei beschränke ich mich in diesen Beispielen ja nur auf einen Sinn. Doch je mehr Sinne man benutzt, umso intensiver wird das Gefühl, die Freude daran, in diese Welt geboren worden zu sein. Der intensive Geruch eines Blümchens, das Geräusch fallender Blätter im Wald oder einfach dem leisen Rauschen des Windes lauschen, während er einem sanft über die Haut streichelt. Ich nehme die Welt um mich herum mit meinem ganzen Körper, besser noch meinem ganzen SEIN war. Denn die Welt bietet mir nicht nur äußere Eindrücke, sondern auch Impulse die selbst mein Innerstes, das was gerne als Seele oder als Empfangsgerät übernatürlicher Eindrücke bezeichnet wird.

ICh hoffe, es kommt jetzt nicht so rüber als wäre ich einfach ein verrückter Ökofreak oder idiotischer Esoteriker, sondern dass ihr einfach versteht, dass ich mich gut fühle. Nebenbei höre ich gerade Roger Cicero, einen Mann mit einer Stimme, die mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt, so wohlklingend ist sie, gepaart mit der leisen Jazzmusik ist das genau das richtige, um das Leben zu genießen und diesen Text zu schreiben.

Nun sitze ich hier zu Hause und passe auf meinen geliebten Hund auf. Paul fehlt mir furchtbar, wenn ich in der WG hocke. Dafür freue ich mich umso mehr, mal wieder heimzukehren, bellend und fröhlich mit dem Schwanz wedelnd vom Hund empfangen zu werden und mit ihm zu spielen und zu kuscheln.

Nun werde ich erstmal mit ihm rausgehen, damit auch er sich freut^^

Na, so viel ist es ja dieses Mal nicht geworden mit dem Text. Ich hoffe, es hat euch trotzdem irgendwie interessiert, mal einen Einblick in meine Empfindungen zu erhalten.

Gehabt euch wohl
Cainu
20.4.07 12:41


Cainus Welt - Der Sturm vor der Ruhe...

Seid gegrüßt!

Nun ist es soweit. Heute ist der letzte Abend in der Wohnung, die 19 Jahre lang mein zu Hause war. Vorhin rief Sören an und sagte mir, dass alles soweit geklärt sei. Niemand in der WG hatte etwas dagegen und nach eigenen Angaben war das Gespräch wohl binnen Sekunden vom Tisch. BoB saß neben mir und lauschte angestrengt, sodass wir ausmachten, wann er hier mit seinem Auto vorbeifahren könne, damit wir packen und verschiffen konnten. Morgen früh um 8:30 Uhr wird BoB hier aufschlagen. Dann werde ich hier Bambule machen. Meine Mutter versucht mir nicht zu zeigen, wie schlimm sie es findet, dass ich ausgerechnet JETZT und so PLÖTZLICH ausziehe und versucht, dem ganzen Gleichgültig entgegenzustehen. Das macht die Sache für mich natürlich nicht einfacher, weil ich weiß, dass sie auch gerne hier raus würde. Nur schafft sie das nicht. Sie hält weiterhin an der Hoffnung fest, dass Horst sich wieder beruhigt und ein ganz normaler Ehegatte wird. Auch ich habe nur so lange durchgehalten, weil ich gehofft hatte, dass es nur ein momentaner Stress mit der Arbeit sei. Doch Horst nutzte diese Unterdrückermasche schamlos aus und genoss es förmlich, auf mir rumzuhacken. Was ich auch sagte, es war frech und ein blöder Spruch, wofür er mir am liebsten jedes Mal eine gelangt hätte.
Und damit das nicht passiert, bin ich morgen weg. Er weiß immer noch nichts davon, doch so wie ich ihn kenne, ahnt er etwas.
Da sind dann nun immer noch ein paar Faktoren, die ich schlecht einkalkulieren konnte.
Wie wird Horst reagieren, wenn er mitkriegt, dass ich raus bin?
Werde ich mein Taschengeld behalten können oder wird Horst es mir gnadenlos streichen?
Wird Horst weiter an meiner Wohnung arbeiten oder werde ich mir eine eigene suchen müssen?

Nur eine Frage habe ich mir noch nicht gestellt: Schaffe ich das? Werde ich durchhalten und meinen eigenen Weg beschreiten, so wie ich immer große Töne gespuckt habe?
JA! Ich werde es schaffen! Ich MUSS es schaffen und deshalb werde ich es schaffen. Wenn ich das Taschengeld entzogen kriege wird es unwesentlich schwerer, aber das Leben ist für mich eh wie ein Spiel. Momentan läuft es auf dem Schwierigkeitsgrad NORMAL. Ohne Taschengeld würde ich eben auf HARD weiterspielen müssen und mich um Waffen und Ausrüstung vor Ort kümmern müssen(um es mal im Spieljargon auszudrücken^^). Diese Mission ist streng geheim. Erwarten sie keinerlei Hilfe von Außenstehenden. Das sind die Bedingungen bei Metal Gear Solid.
Bis jetzt habe ich es recht einfach durchs leben geschafft. Gut, in der Schule brauchte ich einige Continues, aber solche Missionen lagen mir noch nie.
Mein erstes Ziel wird sein, eine Ausbildungsstelle zu finden. Nebenbei werde ich mich darum kümmern, entweder eine eigene Wohnung zu finden oder mich mit Horst um meine „eigentliche“ Wohnung zu prügeln. Der Führerschein wird wie immer warten müssen…
Sobald ich die Ausbildung sicher habe und somit eine gesicherte Einkommensquelle, wird sich auch mein Lebensstandard wieder erhöhen und ich werde mich Stück für Stück vom Taschengeld abkapseln können.

Einen Unterschied zwischen Metal Gear und meinem Leben gibt es aber: ICH HABE UNTERSTÜTZUNG! Ich habe von so vielen guten Freunden Hilfe angeboten bekommen, kaum, dass der Blog überhaupt verfasst war oder ich es ihnen per ICQ schrieb. Ich habe eine ganze Legion hinter mir stehen, die Horst eine reinwürgen würde, sollte er handgreiflich werden und von allen habe ich seelischen Beistand. Ein Großteil würde mir auch beim packen helfen und würde ich fragen, ich bin sicher ich würde auch finanzielle Unterstützung im Rahmen des Möglichen erhalten. Aber so unverschämt werde ich nicht sein. Ich danke allen, die hinter mir stehen, allen voran denen, die mich vorübergehend bei sich aufnehmen und BoB dafür, dass er mir seine Karre zur Verfügung stellt. Ohne euch alle wäre ich hier gefangen in meiner Hilflosigkeit.

Und nun sitze ich hier, an meinem Schreibtisch. Das Licht der Schreibtischlampe leuchtet schwach gegen die Fensterfront, damit ich nicht so geblendet werde. Meine Finger huschen über die Tastatur und verfassen jene Worte, die ihr hier lest. Aus meinen Boxen läuft Tenacious D – Beelzeboss und verschafft meiner Laune einen Auftrieb. Neben mir liegt mein neues Handy, für mich das Symbol eines neuen Lebensabschnittes. Das alte werde ich gar nicht erst mitnehmen. Es ist eh kaputt. Gerade schießt mir der Gedanke durch den Kopf, ob ich den Chefsessel, auf dem ich seit nun über 3 Jahren sitze mitnehmen soll und wenn ja, wie… Das werde ich morgen klären. Ich werde schon einmal anfangen, meinen Gamecube einzupacken. Wenigstens diese Vorarbeit kann ich leisten, bevor es morgen richtig losgeht. Ein bisschen mulmig ist mir natürlich schon, aber ich bin sicher, es wird alles so enden, wie ich es gerne hätte. Das tut es immer.
Theo ne way….or the other…

Gehabt euch wohl
Cainu

PS: Wie bereits erwähnt wird dies für ca. 1 Monat der letzte Eintrag sein. Natürlich melde ich mich wieder, sobald ich Internet habe^^
12.2.07 22:32


Cainus Welt - Steigerung der Lebensqualität!

Seid gegrüßt!

Mir reichts! Ich habe es versucht, klein beizugeben, ich habe versucht, die Füße still zu halten. Ich sage ja schon nichts mehr und verzieh mich den ganzen Tag in mein Zimmer.
Ihr wisst wahrscheinlich worum es geht. Ich rede von meinem Stiefvater.
Und jetzt reichts mir endgültig! Es ist ihm egal, was ich tue, was ich sage, was ich mache oder auch lasse, er wird IMMER an mir rummeckern und auf mir rumhacken! Als es mir gestern dreckig ging und früher von Arbeit nach Hause kam war sein erster Spruch „Na Urlauber? Keine Lust zu arbeiten?“
Ich machte mir nicht einmal die Mühe ihm darauf zu antworten, weil er sonst nur wieder rumgeschrien hätte, ich solle nicht so eine große Schnauze haben. Es folgten noch mehrere Sprüche dieser Art und jeder trifft wie ein Dolch direkt ins Herz. Ich will nicht mehr! Es läuft nun schon länger so und ich kann es nicht mehr ab. Auch heute passierte es wieder. Er kam zu mir ins Zimmer und sagte „So. Komm mit in den Keller, ich zeige dir, was du morgen und Dienstag tun kannst.“
Ich widersprach ihm nicht, ich hatte einfach keinen Bock auf Stress. Also zog ich mich an und ging runter. Dort zeigte er mir, dass diverse Schränke ausgeräumt werden müssten usw usf. Doch anstatt auch nur einmal bitte zu sagen hörte ich die ganze Zeit nur ein „Das musst…DU musst…SO MUSS das…KANNST DU DAS? TRAUST DU DIR DAS ZU? Oder brauchst du selbst dafür hilfe? Das schaffst du doch bis Dienstag Abend!“
Nun erst wagte ich etwas anderes als „jep“ zu sagen. „Ich werds versuchen!“
„Wat soll das heißen, du wirst es versuchen?!“
„Ich werde es versuchen heißt, ich habe mich auch noch um andere Sachen zu kümmern! Zum Beispiel meine Ausbildung!“
Daraufhin schaute er mich an, als würde er mich gleich im Keller einmauern wollen und sagte „Weißt du was? Lass es, ich mach es selbst! Ich mach mir meinen Scheiß alleine!“
„GUT!“, sagte ich und zog von Dannen.

An sich ist an diesem Gespräch nichts schlimmes…jedenfalls für Außenstehende. Für mich ist das eine absolut psychische Belastung, dass er IMMER denkt er könne mich herumschubsen, mir den Mund verbieten und mir mit Schlägen drohen, wenn ich ihm widerspräche. Da ich weder Lust habe, eins aufs Maul zu bekommen von ihm(Wer ihn gesehen hat, weiß, dass einer von uns beiden danach das Zeitliche segnen würde…) noch mich von ihm unterdrücken zu lassen, verziehe ich mich also immer wieder in mein Zimmer und hoffe, er hält die Klappe.
Denkste
Gerade kam er in mein Zimmer und sagte mir: „Da Mutter gerade mitm Hund ist kann ich dir jetzt mal was sagen. Unsere Beziehung wird sich ab sofort nur noch auf das absolut nötigste Beschränken! Wenn du mir noch einmal eine so flapsige Antwort gibst, dann tobt die Bude, das schwöre ich dir! HABEN WIR UNS VERSTANDEN!?“
„Jep“, sagte ich wie immer, nur dieses Mal mit dem Wissen, dass meine bevorstehende Entscheidung die richtige ist.

Ich hau ab.
Ich habe da bereits mit Sören, Marco und Eric gesprochen, welche durchaus kein Problem darin sehen, mich vorerst bei sich aufzunehmen. Je früher ich hier wegkomme, desto besser, denn länger halte ich es hier nicht aus. Ich könnte ihm jedes Mal eine reinwürgen dafür, dass er mich anschreit, dafür dass er MEINE MUTTER ANSCHREIT, nur weil sie ihn fragt, was es zu essen geben soll, dafür dass er diese ganze Familie tyrannisiert und dafür, dass es ihn überhaupt gibt!
Es gibt wenige schöne Momente, die ich mit ihm erlebt habe, aber die werden von so vielen Schattenmomenten überdeckt, dass sie niemals ans Tageslicht dringen können, dass ich sagen könnte „da ist noch was zu retten!“
Ich wollte nicht, dass es so endet und habe gehofft, er ändert sich noch, habe versucht ihm klarzumachen, dass ich mein eigenes Leben lebe und er nicht immer so tun kann, als würde er mich bestimmen können. Um meine Mutter tut es mir Leid. Ich hatte ihr bereits gesagt, dass ich bei den nächsten Problemen meine Sachen packe und ich weiß, dass es sie schlimm treffen wird, wenn es jetzt ist. Ich hoffe nur, dass Horst sie in Ruhe lässt. Natürlich werde ich weiterhin für meine Mutter da sein, ihr helfen wo immer ich kann usw. Ich passe gerne auf den Hund auf oder räum mal zu Hause auf, aber nur, wenn Horst nicht da ist.
Da es bei Sören noch keine feste Internetleitung gibt(bald wohl schon^^), werde ich kaum ins Netz können. Doch das ist ein Makel, den ich gerne in Kauf nehme, solange ich hier raus bin. Ich werde natürlich die WG finanziell und physisch unterstützen, wo ich kann, nicht dass ich dann als Schmarotzer abgestempelt werde und hoffe, dass sie mich lange genug akzeptieren, bis ich entweder meine eigene Wohnung gefunden habe oder bis meine Bude, die ja immer noch ein Haufen Scheiße ist, endlich von Horst fertig gestellt wurde. Dabei würde ich ihm sogar helfen….
…aber eigentlich will ich da gar nicht einziehen. Na, mal sehen wie beständig mein revolutionäres Denken ist in dieser Hinsicht. Auziehen tue ich auf jeden Fall noch diesen Monat!

Auch wenn es nur wenige mitbekommen haben(Sören, Lucy, Coco und Clemens natürlich), aber es hat mich tierisch mitgenommen, hier zu wohnen, unter der Knute von Horst. Viele denken „Ach komm, so schlimm kann der gar nicht sein, meine Eltern sind viel schlimmer.“ Aber es kommt immer auf die Relation an. Ich kann mich genauso wenig in die Situation von den anderen hineinversetzen, wie sie sich in meine, deshalb hält jeder sein Problem als das größte. Außerdem bin ich sehr gut im Unterdrücken von Emotionen zu Gunsten meiner RUHE! Aber ich habe keine Lust mehr mich selbst zu belügen. Ich hoffe, ich kann mit eurer seelischen Unterstützung rechnen.

Gehabt euch wohl
Cainu
11.2.07 17:04


Cainus Welt - Vielbeschäftigt

Seid gegrüßt!

Ich bin nicht ganz Herr meiner Sinne. Das wurde mir bewusst, als ich am Freitag bei meiner Arbeit angerufen habe und somit von Samstag – Montag Arbeit aufgedrückt bekam. Doch damit nicht genug. Heute morgen(während meiner Schicht) rief ich erneut dort an und bekam prompt Arbeit von Donnerstag-Sonntag aufgedrückt, jeweils von 8-18 Uhr. Aufgabe ist es, auf der Messe einen Übergang von einer Halle zur anderen zu überwachen. Einerseits finde ich es gut, dass ich so viel arbeiten kann, denn so kriege ich viel Geld rein, das ich dringend für so Kleinigkeiten wie den Führerschein und meine Wohnung brauche. Andererseits finde ich es scheiße, dass ich meinen Kopf nicht beisammen habe. Wusste ich doch genau, dass am Freitag Lucys Geburtstagfeier ist. Natürlich werde ich da erscheinen und ich habe mir auch vorgenommen, dort zu bleiben und am nächsten Morgen von Sören aus zur Arbeit zu watscheln, dennoch finde ich es dumm von mir, mich dazu überreden zu lassen. Denn erst hatte mir mein Chef als Termine 7.-9. angesagt, was kein Problem dargestellt hätte. Ich hab Lucy eine Nachricht hinterlassen, ich würde ein wenig später erscheinen und gut war. Doch dann sagte man mir, das sei vom 8.-11. Sie brauchen für jeden Tag dieselbe Person, weshalb ich widerwillig zustimmte. Wie gesagt, so eine Möglichkeit, Geld zu kriegen findet man nicht so schnell. Trotzdem klang Lucy ein wenig enttäuscht am Telefon, als ich ihr das mitteilte. Frau wie sie ist(morgen wird) machte sie es mir natürlich nicht leichter, sondern stach gleich mit einem Messer tief in mein Reuegefühl mit den Worten :“Ich hab ja noch andere Gesellschaft da…*seufz*“
Gnarf, kann sie es nicht einfach hinnehmen und sagen „Toll, Cainu, dass du so viel arbeitest und dein eigenes Geld verdienst.“ Nun, wie dem auch sei, es tut mir Leid und lässt sich jetzt nicht mehr ändern, es sei denn, ich will meinen Job ganz loswerden…

Ja und momentan ICQe ich mit Tini und freu mich auf nachher. Wir gehen ins Kino Prinzessin Mononoke sehen^^. Auch wenn ich den Film sicherlich schon über 20 Mal gesehen habe, so freue ich mich auf meine Kinopremiere^^
Solange spiel ich noch n bissl GameCube…
…oder mitm Hund…
….oder mit mir selbst…

Gehabt euch wohl
Cainu
5.2.07 13:35


Cainus Welt - Die Woche der Entscheidungen

Seid gegrüßt

Meine Woche bis jetzt:

Montag: Von morgens um 8 bis abends um 8 arbeiten. Findet mal am Alex die Karl-Marx-Allee, ohne jemanden zu fragen. Da dort anscheinend keine Straßenschilder existieren oder diese sich vor mir verstecken(vermutlich in den ganzen Baustellen), war dies für mich ein Ding der Unmöglichkeit. Selbst mit 3-maligem Nachfragen hab ich noch viel zu lange gebraucht. Trotzdem war ich pünktlich. Ich sollte auf den Parkplatz aufpassen, der für Dreharbeiten von „The Bourne Ultimatum“ gesperrt wurde. Dort standen die ganzen russischen Autos rum, die für den Film gebraucht wurden und ich sollte dafür sorgen, dass niemand anderes dort parkt. Und ich machte meine Sache sehr gut. Bis auf eine einzige Person hat keiner es geschafft, sein Auto unbemerkt dort abzustellen. Und weil diese Person so dreist war sich hinzustellen, abzuschließen und wegzurennen bevor ich bei ihm war, entschied ich das Auto kurzerhand abschleppen zu lassen(es war nämlich ersichtlich, dass er nicht zur Crew gehörte).
Das wird teuer^^
Um 16:00 Uhr kam zum ersten Mal eine Ablösung bei mir vorbei, sodass ich auch mal Pause machen konnte. Eine halbe Stunde sitzen und den Cateringwagen leerfuttern. Kaum war ich wieder da, sagte mein Kollege(der mich eigentlich unterstützen sollte an dieser Position, der Parkplatz war immerhin so lang wie ein großer Häuserblock), er möchte sich nur kurz einen Kaffee holen…
…ich sah ihn nie wieder…

Um 18:30 Uhr spürte ich zum ersten Mal Schmerzen in meinem rechten Fuß, vielmehr am vorletzten kleinen Zeh, doch lief ich ungehindert weiter auf und abwärts. Das Lächeln im Gesicht wurde zusehends zu einem Schmerzgrinsen. Um 20:00 Uhr, ein Glück kam meine Ablösung pünktlich, torkelte ich dann zur U-Bahn. Zu Hause sah ich dann das Ausmaß des Unglücks. Ich hatte am selben Zeh oben und unten eine dicke Blase. Problematisch war, dass ich am nächsten Tag zur Musterung musste. Überlegend ging ich schlafen.
Dienstag: Mein zweiter Musterungstermin stand an. In der Hoffnung, dieses Mal auch ranzukommen, zerschnitt ich die beiden Blasen am Zeh, sodass ich einigermaßen laufen konnte und packte den Rucksack. Bevor ich losging leerte ich meine Blase noch einmal.
Ein Fehler…

Dort angekommen(viel zu früh) kam ich auch sofort dran. Nach einem kurzen Gespräch(laber laber) wurde ich in den Umkleideraum geschickt, auf dass ich mich dann den ärztlichen Untersuchungen hinzugeben hatte.
Die Aufgabe: Pissen sie in den Becher. Pissen sie nicht daneben oder darunter und schon gar nicht auf die Hand. Pissen sie wenigstens einen Strich voll, sodass wir ihre Pisse auswerten können oder verpissen sie sich.
Das ich vor dem Besuch auf die Toilette gegangen bin war nun mein Verhängnis. Nach 10 min kam ich enttäuscht und ein wenig beschämt aus der Toilette, den Becher in seinem Originalzustand, trocken wie Staub. Nicht einen Tropfen habe ich herauswürgen können. Nicht mit laufendem Wasser im Hintergrund noch mit irgendwelchen anderen Tricks die gelegentlich nötig sind.
Danach wurde ich gewogen und meine Größe gemessen, 60kg und 178cm sind dabei rausgekommen. Die Ärztin sagte mir, ich solle die Urinprobe nachher erneut versuchen. In weiser Voraussicht hatte ich ja 1 l Cola dabei. Ich biss also die Zähne zusammen und trank den Liter in drei Schüben hintereinander aus(was sich mit zusammengebissenen Zähnen als äußerst schwierig erwies).

Kaum im Warteraum angekommen hieß es dann, ich möge zu Labor 4 gehen.
Dort erklärte mir die Frau, bevor ich überhaupt richtig saß, dass ich ausgemustert wurde. Gründe dafür waren zum einen mein Hashimoto-Syndrom (der Fachausdruck für die Schilddrüsenunterfunktion), sowie zum anderen die Autoimmunkrankheit, wegen der ich ne Woche im Krankenhaus lag. Nach meinen Allergien und meiner Sehstärke haben sie schon gar nicht mehr gefragt.
Das war es, ich durfte gehen. Über meine weiteren Verlauf wurde entschieden, während ich Cola trank. Und man, musste ich danach aufs Klo...

Auf dem Weg raus habe ich dann noch jemanden getroffen, den das gleiche Schicksal ereilte, der Grund für ihn war, dass er 20 Kg übergewicht hatte…
Und da heißt es immer, es sei so furchtbar schwer, ausgemustert zu werden. Ich mache mir nur Gedanken, ob ich nun nicht doch Probleme bekomme, wenn ich mich beim Zoll bewerben will...

Mittwoch: Ich war erst um 1 im Bett und musste um 5 wieder aufstehen, weil ich erneut eine 12-Stunden-Schicht vor mir hatte. Ich hielt wache am Bahnhof Lichtenberg, wo ebenfalls für The Bourne Ultimatum gedreht wurde. Glücklicherweise war ich dick angezogen, sonst wäre ich an diesem Tag irgendwann am Boden festgefroren. Die meiste Zeit versteckte ich mich im Windschatten des Ansagehäuschens vor dem Sturm, der an mir vorbei zog und lauschte den überaus lustigen Gesprächen meiner Mitarbeiter. Ein paar Beispiele:
MA1: MA2 für MA1
MA2: MA2 hört
MA1: MA2 für MA1 bitte!
MA2: Höre!!
MA1: MA2 für MA1
MA2: Ich komme jetzt zu dir, damit du verstehst, was ich sage
MA1: Was?
MA2: Ich sagte, ich komme jetzt zu dir!
MA1: Wieso willst du zu mir? Hast du Sehnsucht?
MA2: Nein, aber du verstehst mich ja offensichtlich nicht an meiner derzeitigen Position
MA1: Wiederholen bitte, ich habe kein Wort verstanden, nur KRZHRRKRZ

Oder folgendes: (man bemerke hierbei, MA2 und MA3 stehen nebeneinander!!!!)

MA1: MA2 für MA1
MA2: Höre
MA1: Ich hasse diese Funkverbindung….wer ist denn in seiner Nähe…
MA2: Höre immer noch…
MA1: MA3 für MA1
MA3: Höre
MA1: Frag bitte mal MA2, ob sein Akku noch genügend Saft hat oder ob sein Funkgerät nicht mehr in Ordnung ist.
MA3: MA2 für MA3
MA2: MA2 hört.
MA3: Ich soll dich von MA1 fragen, ob mit deinem Funk noch alles in Ordnung ist, oder ob du einen neuen Akku brauchst.
MA2: Du kannst ihm sagen, dass alles in Ordnung ist mit dem Gerät, ich jedoch gerne einen neuen Akku hätte, für später.
MA3: MA1 für MA3
MA1: höre
MA3: MA2 sagt, sein Funkgerät ist in Ordnung, er möchte nur für nachher ein neues Akku haben
MA1: Okay, sag ihm bitte, dass er sein Akku im Laufe der nächsten halben Stunde erhält.
MA3: MA2 für MA3
MA2: Höre
MA3: Du erhältst innerhalb der nächsten halben Stunde deinen gewünschten Akku.
MA2: Danke

Oder was MA1(unser Chef) mit mir abgezogen hat:

MA1: Cainu für MA1
Cainu: Höre
MA1: Wie geht es dir?
Cainu: Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage.
MA1: In deiner Nähe müssten irgendwo eine MA2 oder ein MA3 stehen. Könntest du bitte mit Ihnen Kontakt aufnehmen?
Cainu: Warum fragst du sie nicht selbst?
MA1: Sie sind außerhalb meiner Funkreichweite. Denk doch mal mit.
Cainu: Okay, in Zukunft denke ich mit. Ich denke gerade, du könntest auch einfach in ihre Nähe gehen und sie dann fragen.
MA1: Gut, lass das denken und frag lieber!
Cainu: MA2 oder MA3 für Cainu
MA3: Wir hören
Cainu: Ich soll euch eine Nachricht von MA1 überbringen, weiß aber leider nicht was. Das wollte er mir verheimlichen.
Cainu: MA1 für Cainu, was sollte ich sie denn fragen?
MA1: Du solltest sie fragen, ob es Ihnen gut geht.
Cainu: MA3 für Cainu
MA3: Höre
Cainu: Ich sollte euch fragen, ob es euch gut geht.
MA3: Uns geht es gut. Warum fragt er uns denn nicht selbst?
Cainu: Weil ihr außerhalb seiner Funkreichweite seid. Denkt doch mal mit.
MA2: Und warum begibt er dann sich nicht in unsere Nähe?

Im Endeffekt waren natürlich alle in jedermanns Reichweite, sodass wir uns tierisch darüber amüsiert haben. Solche kleinen Gespräche lockerten die allgemeine Arbeitssituation erheblich und ließen einen die 12 Stunden arbeit nur wie 11 ½ erscheinen.
Apropos 11. Um 11 Uhr war mir kalt, ich war alleine und irgendwie war ich geil. Das ist eine beschissene Kombination, denn man kommt auf alle möglichen dummen Gedanken. So kam ich also auf die Idee, einfach mal Alina(meiner Ex) eine SMS zu schreiben. Ganz unverfänglich und ohne Hintergedanken versteht sich, was sie gerade mache und ob sie am Abend zeit hat. Nach ein paar SMS kamen wir zum Schluss, dass wir uns am Abend trafen.
Gesagt, getan.

Gemeinsam fuhren wir also zu ihr, während wir uns über alles mögliche unterhielten, was mich sehr erstaunte, weil sie normalerweise die absolute Maulfaulheit war. Unterwegs könnte ich mir noch ein Feierabendbierchen und bei ihr schauten wir uns Jackie Chan an. Währenddessen stieg meine Müdigkeit sowie meine Geilheit ins unermessliche und hätte ich nicht angefangen zu kuscheln, ich wäre gnadenlos eingepennt, was ich ja vermeiden wollte. Sie stieg auch sofort auf das Kuscheln ein, bis Coco mir eine SMS schrieb. Ihm ginge es nicht so gut, ob wir reden könnten. Ich rief zurück und fragte, was los sei und machte einen Termin für den nächsten Morgen aus. So legte ich mich wieder zu Alina aufs Bett….
…den Rest könnt ihr euch denken.
Seit langem hatte ich mit diesem Gedanken gespielt, meist, wenn ich gerade wieder beim Taschenbillard spielen war, ob ich sie nicht einfach frage, ob sie noch einmal Lust hätte, doch hatte ich immer ein furchtbar schlechtes Gewissen, weil ich ja an sich nichts von ihr wollte außer diesen Spaß. Nun hatte ich aber mal alles auf eine Karte gesetzt und entschieden: „Entweder sie sagt nein und redet nie wieder ein Wort mit mir, dann ist das halt Pech, oder sie spielt mit.“
Interessanterweise war ihr meine Absicht klar, seit ich sie gefragt hatte, ob sie Zeit hat. Sie hätte also gleich am Anfang nein sagen können, hätte es sie gestört. Darum bereue ich diese Tat auch nicht, sondern bin froh, dieses unglaublich gute Gefühl mal wieder erlebt zu haben. Ob sich das nun wieder häuft, weiß ich nicht, aber das letzte Mal war es bestimmt nicht mit ihr.
Und nach der Kopulation fuhr ich nach Hause, da ich hundemüde war und bei ihr nicht hätte schlafen können.

Donnerstag: Ja, Coco tanzte ziemlich früh hier an, wir redeten über alles mögliche, was ihn so bedrückte, bis ich seine Laune wieder auf einem humanen Level hatte, dann zockte ich ein wenig Metal Gear Solid für den GameCube, während er zuschaute. Inzwischen bin ich wieder richtig gut in dem Spiel, wo ich am Anfang so jämmerlich versagt hatte. Dann meldete sich Ricky bei ihm per SMS und fragte, ob sie auch noch vorbeischauen könnte. Da ich Coco aber eh rausschmeißen wollte, sagte ich nein. Coco machte sich dann auch ziemlich gleich auf den Weg zu ihr, sodass ich in Ruhe an diesem Blog hätte schreiben können, wenn ich nicht durch ein Telefonat, meine Mutter und unsagbaren Hunger ständig unterbrochen worden wäre.
Darum ist es jetzt auch spät und ich höre auf zu schreiben. Stattdessen spiele ich lieber MGS durch, habe ich so entschieden.^^

Gehabt euch wohl
Cainu
1.2.07 18:34


Cainus Welt - zersägtes Wochenende

Seid gegrüßt!

Wollen wir doch mal wieder ein Resümee von Freitag und Samstag liefern, da beide Tage diesmal durchaus erwähnenswert sind.

Freitag: Fragt mich nicht, wann ich aufgestanden bin, ich habe mir morgens die Wiederholung des Tennisspiels von Roger Federer gegen Andy Roddick angesehen und so wieder einmal bestätigt bekommen, warum Roger Federer seit 4 Jahren die Nummer Eins im Tennis ist. Obwohl Roddick Nummer 7 der Weltrangliste ist, wurde er vorgeführt wie ein Tennisneuling. Gut gelaunt stand ich also auf und setzte mich an den PC, verbrachte so meine Zeit bis 15:00 Uhr mit zocken, Chatten und zocken, um pünktlich um drei eine Pause einzulegen. Ich rief Clemens an, der mich darum gebeten hatte ihn zu wecken, da er die ganze Nacht durchgearbeitet hat. Wir verabredeten uns zu 16:00 Uhr, so hatte ich also noch genug zeit, weiterzuzocken. Clemens war ziemlich pünktlich da und so wusch ich mir noch schnell die Haare, bevor wir uns auf den Weg machten. Um 18:00 sollten wir ja im Kino sein, Saw 1-3 warteten auf uns.
Vorher haben wir noch bei Burger King gespeist, wo wir auch die Mampfenden-Seiten-der-TooN-Twins trafen. Ich überreichte Tini eine Tüte mit EINEM Keks, die sie im Forum gefordert hatte. Dummerweise bekam sie den Knoten nicht auf, woraufhin ich mir erst einmal daran die Finger brechen konnte. Sie überreichte mir und Clemens eine DVD von Volkstrott und eine CD von Bodo Wartke.

Während wir von BK rüber wanderten zum Zoopalast, dabei auf Jackie stießen und uns kaputtlachten über einen Typen, der auf der anderen Straßenseite lauthals rumfluchte über SCHEIß DEUTSCHLAND und was weiß ich nicht alles, stieg meine Vorfreude auf die drei Filme ins unermessliche.
Doch zuvor wurde ich von Sebe überrollt, als dieser angestürmt kam und mich einfach umriss. Jetzt weiß ich, warum ich immer so dünn bleibe. Alles Überflüssige wird mir regelmäßig aus dem Körper gepresst.

Nach unseren Wiedersehensfreuden kauften wir die vorbestellten Karten und begaben uns ins Kino.
Kurzzusammenfassung der Filme:
Saw 1: Toller Film, dank diesem Film nahm das Unheil seinen Lauf, die Geschichte ist gut ausgearbeitet auch wenn die Gewalt viel zu kurz kommt. Verwunderlich, da damals alle laut aufgeschrien hatten, wie brutal der Film doch sei.
Saw 2: Meines Erachtens der Beste der drei Filme, da die Charaktere am besten dargestellt werden(der Polizist, der so viel Mist begangen hat, um Leute in den Knast zu kriegen und nachher noch voll ausrastet) und die Story an sich gut gepaart mit Blut und Gewalt ist. Einfach ein rundum ausdrucksstarker Film.
Saw 3: Die richtige Wirkung bemerkte ich erst am nächsten Tag, weil mir die Szenen des Filmes nicht aus dem Kopf gingen. Ein ungemein nachdenklicher Film dessen Anfangsszene allein reicht, um die Gewalt der anderen beiden Teile in den Schatten zu stellen. Eindeutig der Film mit dem höchsten Gewalt-Gehalt.

Die Filme waren um kurz nach 1 vorbei und nachdem wir Sebe und Jackie noch zu MC Donalds begleitet haben, machten Clemens und ich uns auf den Weg heim…..
….zu Fuß.
Den ersten Bus hatten wir gerade verpasst, also machten wir uns auf zum Wittenbergplatz. Unterwegs fuhr der zweite Bus an uns vorbei, der nächste sollte dann erst in 17 Minuten erscheinen. Also hatten wir nichts besseres zu tun als der Linie zu folgen, wobei wir uns an einer Tanke noch n Heimweg-Bierchen holten. Zwei Minuten später fuhr der Bus auf der anderen Straßenseite(also derjenigen, auf der wir hätten eigentlich laufen müssen…) erneut an uns vorbei, weshalb wir beschlossen, GANZ nach Hause zu laufen.
Und so waren wir dann um kurz vor 3 zu Hause^^

Samstag: Um 9:30 Uhr klingelte bereits mein Wecker, welchen ich danach noch einmal eine Stunde später einstellte und mich umdrehte. Ich musste ja erst um 12:30 @Work erscheinen…
… Um kurz nach Zehn kam dann auch meine Mutter ins Zimmer und erinnerte mich daran. Ich schickte sie erst einmal Brötchen holen und sie sagte mir, ich solle sie anrufen, wenn der Frühstückstisch gedeckt war, da sie immer noch Kaffee trinkt beim Bäcker.
So hatte ich also genügend Zeit, mich mal wieder um einen vernachlässigten Kumpel von mir zu kümmern, der sichtlich darüber erfreut war XD.
Gefrühstückt
Zur Arbeit gefahren
Zu spät gekommen… Aber das war nicht soo schlimm, da die Einsatzbesprechen erst um eins stattfand. Es war mal wieder ein Herthaspiel und wie immer durfte ich den Bodycheck durchführen. Ich wusste gar nicht, dass man in den Fingern Muskelkater bekommen kann(kommt vom Abtasten der Arme, die man durch die dicken Jacken kaum fühlt)…Jedenfalls musste ich wieder so viele Menschen kontrollieren, die von Natur aus dem Umfang eines Monstertruckreifens gerecht wurden und dem Gewicht eines Elefanten gleichkamen. Hinzu kam diesmal die Schwierigkeit, dass diese Menschen sich alle noch in dicke Daunenjacken gepresst hatten und ich jedes Mal angeschnauzt wurde, wenn ich sie dazu aufforderte, die Jacke zu öffnen( is ja kalt..). Die Menschen, die schon mit offener Jacke ankamen hatten allerdings eine Art natürlichen Schutz vor Kälte, Infektionen und überhaupt allem organischen und anorganischen. Sie stanken wie ein ganzes Dorf voll Jauchegruben. Es kostet ziemlich Überwindung, zu Menschen freundlich zu sein, die du riechst, seit sie aus der S-Bahn gestiegen sind(die ist gute 500 Meter entfernt^^) und die du auch noch riechen würdest, wären sie in einem hermetisch abgeriegelten Raum… Gepaart wird dieser Gestank mit vorsteinzeitlicher Intelligenz „Da….ma Hanny dre“, was soviel bedeuten mag wie „Da ist mein Handy drin“ oder aber auch „da waren meine Hände dran“ oder „ Dalai Lamas Hand dreht..“. Glücklicherweise hatte ich Handschuhe an, sonst hätte ich diesen Mann durch gewunken. Zumal es eine großartige Leistung ist, 1 ½ Minuten die Luft anzuhalten und sich dabei zu bewegen und zu konzentrieren…

Der Rest der Arbeit verlief recht entspannt und als wir kurz vor Schluss wieder die „Pinkelecken“ bewachen mussten, damit sie eben irgendwann keine „Pinkelecken“ mehr sind geschah noch mal was süßes. Ein kleiner Junge kam durch den auf der Wiese liegenden Schnee auf mich zugestapft, schaute mich mit großen Kulleraugen an und fragte: „Darf ich da hinpullern?“, wobei er hinter mich an den Zaun zeigte.
Man muss schon unmenschlich sein, diesem süßen Kind so eine Frage mit „Nein“ zu beantworten.
Darum mache ich diesen Job ja auch. Ich habe ihm erklärt, wo noch andere Toiletten sind und blieb auch hart, als seine großen Augen noch größer wurden und er sagte: „Ich muss aber ganz dringend.“
Etwas schneller als vorher stapfte er zu Papa zurück und lief mit ihm Richtung Toilette. Normalerweise erwartete ich in so einem Augenblick, dass der Vater wutentbrannt auf mich zukommt, schreit, zetert und meckert und seinem Kind so die Möglichkeit verschafft, trotzdem da hinzupissen.(jedenfalls war es sonst immer so). Aber dieses mal geschah nichts dergleichen und fünf Minuten später hatte ich Schluss^^

Abends dann machte ich mich mit meiner Mutter, sowie ein paar bekannten von uns auf ins K17. Eine Band namens Metal Law trat auf, die wir zwar vorher noch nicht kannten, wo unsere Bekannte jedoch in irgendeiner familiären Relation zu zweien der Bandmitglieder stand und somit gezwungen war, dort zu erscheinen, obwohl sie kein Metal mag sondern selbsternannter Modern Talking Fan ist.
Auf dem Weg zum K17 traf ich Jackies Mutter, die gerade die Treppen hoch kam und mir erzählte, ihre Tochter sei gerade zur Arbeit gegangen.
Dort traf ich Jackie auch sofort. Dank ihr mussten meine Mutter und ich kein Geld für die Garderobe zahlen.
Also machten wir uns auf in den 4. Floor, wo das Konzert stattfinden sollte. Vor Metal Law spielten noch zwei andere Bands.

Unsoul: Nicht weiter erwähnenswert. Man nehme schlechten Death Metal, vermische in mit schlechtem Death Metal und füge verwirrende sowie unnütze und unpassende Tempowechsel hinzu, gepaart mit schlechter Instrumentalisierung, fertig ist Unsoul. Neben mir tanzte die ganze Zeit ein Junkie im Emopulli, als wäre er bei den Scissor Sisters, indem er immer fröhlich mit dem Kopf von links nach rechts wackelte, während er von einem Fuß auf den anderen trat und wild mit den armen wedelte, wobei er mit den Fingern schnippste und regelmäßig ein „Wooohoo“ brüllte. Ich habe meine Zeit sinnvoll genutzt und ihn die ganze Zeit ausgelacht.

Morbid Mind: Zuerst dachte ich, es wäre eine Mischung aus Hardcore und Heavy Metal, aber jetzt, wo ich mir die CD noch mal anhöre, finde ich, es ist eine Mischung aus Hardcore und Hardcore. Am ehesten ist diese Band mit Powerman 5000 vom Gesang her zu vergleichen, wobei die Rhythmen einen ganz eigenen Stil haben und sich alles zusammen einfach nur geil anhört. Die Band hat die beste Stimmung gemacht, war Live einfach nur der Hammer und so ergatterte ich mir umgehend am Stand die CD für 10 €, welche ich momentan auch höre. Sehr geil!

Metal Law: Es war soweit. Die Band, auf die alle gewartet hatten. Man nehme den Gesang von Iron Maiden, mische es mit dem Speed von Van Halen und Hammerfall und füge eine Prise Selbstüberschätzung a la Manowar hinzu, fertig ist Metal Law. Vor ihrem Namenswechsel, begründet durch einen Plattenvertrag(Wir befanden uns auf der Record Release Party) hieß die Band Räudig und machte seinem Namen auch alle Ehre. Ein Titel wie „We are Metal Law“ spricht für sich…
Sie spielten die Art Heavy Metal, wie sie zu Zeiten von Van Halen in war, wobei der Gesang nicht halb so gut war, die Gitarrensoli jedoch ganz ordentlich.
Dicke Minuspunkte gab es dann von meiner Seite aus, als sie zum Schluss als zweite Zugabe ein Lied erneut spielten, einfach, weil sie nicht genügend Titel auf dem neuen Album hatten. Und es war nicht einmal das Beste…

Summa Summarum hätte man sich die erste und dritte Band sparen können, was auch meine Mutter so fand. Find ich übrigens verdammt cool, dass meine Mutter da derselben Meinung war wie ich und Morbid Mind am geilsten fand^^

Nu is Sonntag, ich habe mir bereits die Volkstrott DVD angeschaut und sie für sehr gut befunden und gehe nun mit dem Hund raus….mist…muss ich mich ja erstmal anziehen -_-

Gehabt euch wohl
Cainu
28.1.07 15:09


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