stAlucards eyes
Cainus Welt - Das Volkstrott-Wochenende

Seid gegrüßt!

Was soll ich sagen, ich war selten so glücklich, euch alle mal wieder gesehen zu haben. Es ist einfach immer wieder zu schön, wenn auch nur für einen Augenblick mit euch allen zu scherzen, zu reden, zu saufen und so weiter und so fort. MIch würde ja interessieren, was die letzten Tänzer von Mark/Wuschel/Eulenspiegel(je nachdem, wie er sich bei euch vorgestellt hat^^) hielten. Ich hab ihn vor zwei Wochen in Potsdam kennengelernt und konnte ja erst nich so viel mit ihm anfangen, aber inzwischen weiß ich, dass er echt n ganz lieber Kollege ist. Außerdem hat er sich breitschlagen lassen zum Volkstrottkonzert mitzukommen, sich dort ne CD, n T-Shirt und n Pulli gekauft, scheint ihm also gefallen zu haben^^.

So, nun hab ich erstmal gelobt und geschleimt, nu fängt der Blog auch richtig an:

nämlich mit Samstag morgen:

Uffstehn, rausschleichen ins helle Licht des Tages und zur Arbeit. Es stand mal wieder ein Herthaspiel an. ICh war müde, mir war kalt und was man vom Wetter halten sollte wußte es anscheinend selbst nicht so genau... MIr war jedenfalls selbst im Pulli noch unangenehm kalt. Kaum, dass ich auf ARbeit stand, fing die Sonne an hinter den WOlken hervorzuschauen. Plötzlich war mir unangenehm warm, jedoch war ich nicht in der Position, mich meines Pullis zu entledigen. Dann gings los. ICh sollte mal wieder den Bodycheck veranstalten. Inzwischen haben wir wieder die richtigen Temperaturen, sodass alle Leute zwar noch dicke Winterjacken anhaben, aber darunter genauso dicke Schwitzen. Blöd nur, dass wir immer die JAcken öffnen und den Rücken entlangtasten müssen. NAch getaner ARbeit also erstmal mit paralysierten Händen zum Klo geflohen, in Seife und Wasser ertränkt und saubergeschrubbt, bis man wieder die Haut sehen konnte.

Als nächstes gings nach Hause, wo ich mir kurz ne Pizza reingeschoben hab und dann sofort losging mit Sören zum KOnzert. Wider erwarten war Wuschel schon da, und er schien sich auch schon mit Coco und Ricky unterhalten zu haben, was mich irgendwie freute. Mein eisiges Versprechen mir gegenüber, nur zwei Bier zu trinken verdrängte ich spontan, als Wuschel mir seine Flasche Met hinhielt. Ich hab mich vor dem Konzert gut angetrunken. Glücklicherweise hab ich das alles wieder ausgeschwitzt während des Konzertes.

Das Konzert: Skeptiv in Perspektiv hab ich nur so aus dem Hintergrund vernommen. Punk halt, nicht mein Geschmack, nicht weiter erwähnenswert.

Taskafalar/Stoneheads: Auf die Band war ich schon ziemlich gespannt und ich bin nicht enttäuscht worden. Solider Rock mit türkischem Gesang, der mich immer irgendwie an J-Rock erinnert^^ Man konnte gut dabei abgehen und so habe ich mir prompt die beiden CDs gegönnt^^

Volkstrott: Wohlgemerkt eines der besten Volkstrottkonzerte aller Zeiten. Auch wenn der Sound am anfang ein wenig zu dröhnend war, konnte man trotzdem sehr gut dazu abgehen. Ich habe immernoch Nackenschmerzen und blaue Flecke vom Pogen. Ich war echt erstaunt, dass sie die ganze CD + Boni gespielt haben. Live gefällt mir sogar Schuld, was ich auf der CD als überflüssig erachte.

So hab ich mich also direkt nach dem Konzert gut angeheitert und sichtlich geschafft nach Hause begeben. Es war bereits

SONNTAG!*donner**blitzgewitter*

Und nachdem ich um kurz vor 2 uhr schlafen ging, stand ich bereits um 5:20 wieder auf. Um 6 Uhr holte mich nämlich mein Vater mit dem Auto ab und brachte mich zur Glienicker Brücke. Um sieben Uhr sollte ich dort einen MArathon beaufsichtigen. Stark unterschlafen, gähnend, frierend, mit Augenringen, auf die jeder Totenschädel stolz wär. Dennoch war das mit dem Arbeiten sehr angenehm, weil niemand eine Ahnung hatte, was er eigentlich da tun sollte. Unser Einsatzleiter war genauso ins kalte Wasser geschmissen worden wie wir. Glücklicherweise dauerte das Ganze nur vier Stunden. Also nach Hause gefahren(worden), dann n Stündchen irgendwie verbracht(ich erinnere mich nur noch dunkel, weil ich versucht habe, n Minütchen zu schlafen...) und weiter zur Arbeit ins Olympiastadion. Berlin Thunder wollte im gesichteren Stadion spielen. Ham sie auch und kläglich verloren...so sah es für mich jedenfalls aus, aber ich hab ja von Football keine Ahnung. Aber 16(Hamburg SeaDevils) zu 7(Thunder) scheint eine klare Niederlage zu sein^^

Dann freute ich mich darauf, nach Hause zu kommen, gemütlich in die BAdewanne zu fallen und den Rest des Tages zu genießen.
Haha... Kaum zu Hause angekommen war Full House. Thilo, Roman und alle WG-Bewohner schauten Liebesgrüße aus Peking. Erschöpft, aber dennoch interessiert setzte ich mich dazu und fand den FIlm einfach nur genial. Stephen Chow(das Brain hinter Kung Fu Hustle und Shaolin Soccer) verarscht gnadenlos diverse James Bond Filme. Im Film nennt er sich auch Lei Lei Shing(007). Sehr lustig und empfehlenswert, auch wenn er von 1994 ist^^

So, nun gebe ich mich wieder den Fragen des Lebens hin. Wer ist nun eigentlich als neuer Präsident in Frankreich gewählt worden? Wann starb denn Boris Jelzin, wo ich gerade seine Abschiedsfeier gesehn habe? Warum schmeckt Spargel eigentlich so verteufelt gut?
Und zu guter letzt:

Ist euch dieser Blogeintrag dieses Mal lang genug?

Gehabt euch wohl
Cainu
25.4.07 19:09


Cainus Welt - Die Schönheit des Lebens

Seid Gegrüßt

Es ist ja nun schon wieder ein wenig länger her, seit ich hier was reingeschrieben habe. Aber in der WG kommen wir mit dem Internet ja nicht voran.

Doch nun bin ich ja da und habe sicherlich einiges zu erzählen.

Zu allererst einmal: Das Leben in der WG tut so unglaublich gut. Ich habe mich noch nie so lebendig, so lebensfroh und so voller guter Laune gefühlt wie in diesen paar Monaten. Denn ich lerne selbst die kleinsten Dinge im Leben als schön zu erachten, sei es die kleinen blühenden Pflänzchen an den Bahnhofsgleisen, Reflektionen an vorbeifahrenden Autos, das Spiegeln des blauen Himmels in einer kleinen Pfütze, die Biene, die gerade in einer Blume steckt oder einfach nur die Schönheit der Menschen um mich herum. Wer einfach mal die Augen öffnet für diese oftmals als belanglos erachteten Kleinigkeiten wird sehen wie schön die Welt eigentlich ist, trotz besprayter Plattenbauten, überquellenden Mülleimern, verdreckten Spielplätzen, Gewalt und Farblosigkeit überall. Wer einmal die Reflektion von Tau in einem Spinnennetz beim Sonnenuntergang gesehen hat und sich bewusst darauf konzentriert jede Feinheit, jede einzelne Faser des Netzes zu erfassen, mit Blicken zu ergreifen und in sich aufzunehmen, der weiß, dass es kein schöneres Gefühl gibt als dieses Verliebtsein. Sich seiner Umwelt bewusst sein. Dabei beschränke ich mich in diesen Beispielen ja nur auf einen Sinn. Doch je mehr Sinne man benutzt, umso intensiver wird das Gefühl, die Freude daran, in diese Welt geboren worden zu sein. Der intensive Geruch eines Blümchens, das Geräusch fallender Blätter im Wald oder einfach dem leisen Rauschen des Windes lauschen, während er einem sanft über die Haut streichelt. Ich nehme die Welt um mich herum mit meinem ganzen Körper, besser noch meinem ganzen SEIN war. Denn die Welt bietet mir nicht nur äußere Eindrücke, sondern auch Impulse die selbst mein Innerstes, das was gerne als Seele oder als Empfangsgerät übernatürlicher Eindrücke bezeichnet wird.

ICh hoffe, es kommt jetzt nicht so rüber als wäre ich einfach ein verrückter Ökofreak oder idiotischer Esoteriker, sondern dass ihr einfach versteht, dass ich mich gut fühle. Nebenbei höre ich gerade Roger Cicero, einen Mann mit einer Stimme, die mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt, so wohlklingend ist sie, gepaart mit der leisen Jazzmusik ist das genau das richtige, um das Leben zu genießen und diesen Text zu schreiben.

Nun sitze ich hier zu Hause und passe auf meinen geliebten Hund auf. Paul fehlt mir furchtbar, wenn ich in der WG hocke. Dafür freue ich mich umso mehr, mal wieder heimzukehren, bellend und fröhlich mit dem Schwanz wedelnd vom Hund empfangen zu werden und mit ihm zu spielen und zu kuscheln.

Nun werde ich erstmal mit ihm rausgehen, damit auch er sich freut^^

Na, so viel ist es ja dieses Mal nicht geworden mit dem Text. Ich hoffe, es hat euch trotzdem irgendwie interessiert, mal einen Einblick in meine Empfindungen zu erhalten.

Gehabt euch wohl
Cainu
20.4.07 12:41


Cainus Welt - Der Sturm vor der Ruhe...

Seid gegrüßt!

Nun ist es soweit. Heute ist der letzte Abend in der Wohnung, die 19 Jahre lang mein zu Hause war. Vorhin rief Sören an und sagte mir, dass alles soweit geklärt sei. Niemand in der WG hatte etwas dagegen und nach eigenen Angaben war das Gespräch wohl binnen Sekunden vom Tisch. BoB saß neben mir und lauschte angestrengt, sodass wir ausmachten, wann er hier mit seinem Auto vorbeifahren könne, damit wir packen und verschiffen konnten. Morgen früh um 8:30 Uhr wird BoB hier aufschlagen. Dann werde ich hier Bambule machen. Meine Mutter versucht mir nicht zu zeigen, wie schlimm sie es findet, dass ich ausgerechnet JETZT und so PLÖTZLICH ausziehe und versucht, dem ganzen Gleichgültig entgegenzustehen. Das macht die Sache für mich natürlich nicht einfacher, weil ich weiß, dass sie auch gerne hier raus würde. Nur schafft sie das nicht. Sie hält weiterhin an der Hoffnung fest, dass Horst sich wieder beruhigt und ein ganz normaler Ehegatte wird. Auch ich habe nur so lange durchgehalten, weil ich gehofft hatte, dass es nur ein momentaner Stress mit der Arbeit sei. Doch Horst nutzte diese Unterdrückermasche schamlos aus und genoss es förmlich, auf mir rumzuhacken. Was ich auch sagte, es war frech und ein blöder Spruch, wofür er mir am liebsten jedes Mal eine gelangt hätte.
Und damit das nicht passiert, bin ich morgen weg. Er weiß immer noch nichts davon, doch so wie ich ihn kenne, ahnt er etwas.
Da sind dann nun immer noch ein paar Faktoren, die ich schlecht einkalkulieren konnte.
Wie wird Horst reagieren, wenn er mitkriegt, dass ich raus bin?
Werde ich mein Taschengeld behalten können oder wird Horst es mir gnadenlos streichen?
Wird Horst weiter an meiner Wohnung arbeiten oder werde ich mir eine eigene suchen müssen?

Nur eine Frage habe ich mir noch nicht gestellt: Schaffe ich das? Werde ich durchhalten und meinen eigenen Weg beschreiten, so wie ich immer große Töne gespuckt habe?
JA! Ich werde es schaffen! Ich MUSS es schaffen und deshalb werde ich es schaffen. Wenn ich das Taschengeld entzogen kriege wird es unwesentlich schwerer, aber das Leben ist für mich eh wie ein Spiel. Momentan läuft es auf dem Schwierigkeitsgrad NORMAL. Ohne Taschengeld würde ich eben auf HARD weiterspielen müssen und mich um Waffen und Ausrüstung vor Ort kümmern müssen(um es mal im Spieljargon auszudrücken^^). Diese Mission ist streng geheim. Erwarten sie keinerlei Hilfe von Außenstehenden. Das sind die Bedingungen bei Metal Gear Solid.
Bis jetzt habe ich es recht einfach durchs leben geschafft. Gut, in der Schule brauchte ich einige Continues, aber solche Missionen lagen mir noch nie.
Mein erstes Ziel wird sein, eine Ausbildungsstelle zu finden. Nebenbei werde ich mich darum kümmern, entweder eine eigene Wohnung zu finden oder mich mit Horst um meine „eigentliche“ Wohnung zu prügeln. Der Führerschein wird wie immer warten müssen…
Sobald ich die Ausbildung sicher habe und somit eine gesicherte Einkommensquelle, wird sich auch mein Lebensstandard wieder erhöhen und ich werde mich Stück für Stück vom Taschengeld abkapseln können.

Einen Unterschied zwischen Metal Gear und meinem Leben gibt es aber: ICH HABE UNTERSTÜTZUNG! Ich habe von so vielen guten Freunden Hilfe angeboten bekommen, kaum, dass der Blog überhaupt verfasst war oder ich es ihnen per ICQ schrieb. Ich habe eine ganze Legion hinter mir stehen, die Horst eine reinwürgen würde, sollte er handgreiflich werden und von allen habe ich seelischen Beistand. Ein Großteil würde mir auch beim packen helfen und würde ich fragen, ich bin sicher ich würde auch finanzielle Unterstützung im Rahmen des Möglichen erhalten. Aber so unverschämt werde ich nicht sein. Ich danke allen, die hinter mir stehen, allen voran denen, die mich vorübergehend bei sich aufnehmen und BoB dafür, dass er mir seine Karre zur Verfügung stellt. Ohne euch alle wäre ich hier gefangen in meiner Hilflosigkeit.

Und nun sitze ich hier, an meinem Schreibtisch. Das Licht der Schreibtischlampe leuchtet schwach gegen die Fensterfront, damit ich nicht so geblendet werde. Meine Finger huschen über die Tastatur und verfassen jene Worte, die ihr hier lest. Aus meinen Boxen läuft Tenacious D – Beelzeboss und verschafft meiner Laune einen Auftrieb. Neben mir liegt mein neues Handy, für mich das Symbol eines neuen Lebensabschnittes. Das alte werde ich gar nicht erst mitnehmen. Es ist eh kaputt. Gerade schießt mir der Gedanke durch den Kopf, ob ich den Chefsessel, auf dem ich seit nun über 3 Jahren sitze mitnehmen soll und wenn ja, wie… Das werde ich morgen klären. Ich werde schon einmal anfangen, meinen Gamecube einzupacken. Wenigstens diese Vorarbeit kann ich leisten, bevor es morgen richtig losgeht. Ein bisschen mulmig ist mir natürlich schon, aber ich bin sicher, es wird alles so enden, wie ich es gerne hätte. Das tut es immer.
Theo ne way….or the other…

Gehabt euch wohl
Cainu

PS: Wie bereits erwähnt wird dies für ca. 1 Monat der letzte Eintrag sein. Natürlich melde ich mich wieder, sobald ich Internet habe^^
12.2.07 22:32


Cainus Welt - Steigerung der Lebensqualität!

Seid gegrüßt!

Mir reichts! Ich habe es versucht, klein beizugeben, ich habe versucht, die Füße still zu halten. Ich sage ja schon nichts mehr und verzieh mich den ganzen Tag in mein Zimmer.
Ihr wisst wahrscheinlich worum es geht. Ich rede von meinem Stiefvater.
Und jetzt reichts mir endgültig! Es ist ihm egal, was ich tue, was ich sage, was ich mache oder auch lasse, er wird IMMER an mir rummeckern und auf mir rumhacken! Als es mir gestern dreckig ging und früher von Arbeit nach Hause kam war sein erster Spruch „Na Urlauber? Keine Lust zu arbeiten?“
Ich machte mir nicht einmal die Mühe ihm darauf zu antworten, weil er sonst nur wieder rumgeschrien hätte, ich solle nicht so eine große Schnauze haben. Es folgten noch mehrere Sprüche dieser Art und jeder trifft wie ein Dolch direkt ins Herz. Ich will nicht mehr! Es läuft nun schon länger so und ich kann es nicht mehr ab. Auch heute passierte es wieder. Er kam zu mir ins Zimmer und sagte „So. Komm mit in den Keller, ich zeige dir, was du morgen und Dienstag tun kannst.“
Ich widersprach ihm nicht, ich hatte einfach keinen Bock auf Stress. Also zog ich mich an und ging runter. Dort zeigte er mir, dass diverse Schränke ausgeräumt werden müssten usw usf. Doch anstatt auch nur einmal bitte zu sagen hörte ich die ganze Zeit nur ein „Das musst…DU musst…SO MUSS das…KANNST DU DAS? TRAUST DU DIR DAS ZU? Oder brauchst du selbst dafür hilfe? Das schaffst du doch bis Dienstag Abend!“
Nun erst wagte ich etwas anderes als „jep“ zu sagen. „Ich werds versuchen!“
„Wat soll das heißen, du wirst es versuchen?!“
„Ich werde es versuchen heißt, ich habe mich auch noch um andere Sachen zu kümmern! Zum Beispiel meine Ausbildung!“
Daraufhin schaute er mich an, als würde er mich gleich im Keller einmauern wollen und sagte „Weißt du was? Lass es, ich mach es selbst! Ich mach mir meinen Scheiß alleine!“
„GUT!“, sagte ich und zog von Dannen.

An sich ist an diesem Gespräch nichts schlimmes…jedenfalls für Außenstehende. Für mich ist das eine absolut psychische Belastung, dass er IMMER denkt er könne mich herumschubsen, mir den Mund verbieten und mir mit Schlägen drohen, wenn ich ihm widerspräche. Da ich weder Lust habe, eins aufs Maul zu bekommen von ihm(Wer ihn gesehen hat, weiß, dass einer von uns beiden danach das Zeitliche segnen würde…) noch mich von ihm unterdrücken zu lassen, verziehe ich mich also immer wieder in mein Zimmer und hoffe, er hält die Klappe.
Denkste
Gerade kam er in mein Zimmer und sagte mir: „Da Mutter gerade mitm Hund ist kann ich dir jetzt mal was sagen. Unsere Beziehung wird sich ab sofort nur noch auf das absolut nötigste Beschränken! Wenn du mir noch einmal eine so flapsige Antwort gibst, dann tobt die Bude, das schwöre ich dir! HABEN WIR UNS VERSTANDEN!?“
„Jep“, sagte ich wie immer, nur dieses Mal mit dem Wissen, dass meine bevorstehende Entscheidung die richtige ist.

Ich hau ab.
Ich habe da bereits mit Sören, Marco und Eric gesprochen, welche durchaus kein Problem darin sehen, mich vorerst bei sich aufzunehmen. Je früher ich hier wegkomme, desto besser, denn länger halte ich es hier nicht aus. Ich könnte ihm jedes Mal eine reinwürgen dafür, dass er mich anschreit, dafür dass er MEINE MUTTER ANSCHREIT, nur weil sie ihn fragt, was es zu essen geben soll, dafür dass er diese ganze Familie tyrannisiert und dafür, dass es ihn überhaupt gibt!
Es gibt wenige schöne Momente, die ich mit ihm erlebt habe, aber die werden von so vielen Schattenmomenten überdeckt, dass sie niemals ans Tageslicht dringen können, dass ich sagen könnte „da ist noch was zu retten!“
Ich wollte nicht, dass es so endet und habe gehofft, er ändert sich noch, habe versucht ihm klarzumachen, dass ich mein eigenes Leben lebe und er nicht immer so tun kann, als würde er mich bestimmen können. Um meine Mutter tut es mir Leid. Ich hatte ihr bereits gesagt, dass ich bei den nächsten Problemen meine Sachen packe und ich weiß, dass es sie schlimm treffen wird, wenn es jetzt ist. Ich hoffe nur, dass Horst sie in Ruhe lässt. Natürlich werde ich weiterhin für meine Mutter da sein, ihr helfen wo immer ich kann usw. Ich passe gerne auf den Hund auf oder räum mal zu Hause auf, aber nur, wenn Horst nicht da ist.
Da es bei Sören noch keine feste Internetleitung gibt(bald wohl schon^^), werde ich kaum ins Netz können. Doch das ist ein Makel, den ich gerne in Kauf nehme, solange ich hier raus bin. Ich werde natürlich die WG finanziell und physisch unterstützen, wo ich kann, nicht dass ich dann als Schmarotzer abgestempelt werde und hoffe, dass sie mich lange genug akzeptieren, bis ich entweder meine eigene Wohnung gefunden habe oder bis meine Bude, die ja immer noch ein Haufen Scheiße ist, endlich von Horst fertig gestellt wurde. Dabei würde ich ihm sogar helfen….
…aber eigentlich will ich da gar nicht einziehen. Na, mal sehen wie beständig mein revolutionäres Denken ist in dieser Hinsicht. Auziehen tue ich auf jeden Fall noch diesen Monat!

Auch wenn es nur wenige mitbekommen haben(Sören, Lucy, Coco und Clemens natürlich), aber es hat mich tierisch mitgenommen, hier zu wohnen, unter der Knute von Horst. Viele denken „Ach komm, so schlimm kann der gar nicht sein, meine Eltern sind viel schlimmer.“ Aber es kommt immer auf die Relation an. Ich kann mich genauso wenig in die Situation von den anderen hineinversetzen, wie sie sich in meine, deshalb hält jeder sein Problem als das größte. Außerdem bin ich sehr gut im Unterdrücken von Emotionen zu Gunsten meiner RUHE! Aber ich habe keine Lust mehr mich selbst zu belügen. Ich hoffe, ich kann mit eurer seelischen Unterstützung rechnen.

Gehabt euch wohl
Cainu
11.2.07 17:04


Cainus Welt - Vielbeschäftigt

Seid gegrüßt!

Ich bin nicht ganz Herr meiner Sinne. Das wurde mir bewusst, als ich am Freitag bei meiner Arbeit angerufen habe und somit von Samstag – Montag Arbeit aufgedrückt bekam. Doch damit nicht genug. Heute morgen(während meiner Schicht) rief ich erneut dort an und bekam prompt Arbeit von Donnerstag-Sonntag aufgedrückt, jeweils von 8-18 Uhr. Aufgabe ist es, auf der Messe einen Übergang von einer Halle zur anderen zu überwachen. Einerseits finde ich es gut, dass ich so viel arbeiten kann, denn so kriege ich viel Geld rein, das ich dringend für so Kleinigkeiten wie den Führerschein und meine Wohnung brauche. Andererseits finde ich es scheiße, dass ich meinen Kopf nicht beisammen habe. Wusste ich doch genau, dass am Freitag Lucys Geburtstagfeier ist. Natürlich werde ich da erscheinen und ich habe mir auch vorgenommen, dort zu bleiben und am nächsten Morgen von Sören aus zur Arbeit zu watscheln, dennoch finde ich es dumm von mir, mich dazu überreden zu lassen. Denn erst hatte mir mein Chef als Termine 7.-9. angesagt, was kein Problem dargestellt hätte. Ich hab Lucy eine Nachricht hinterlassen, ich würde ein wenig später erscheinen und gut war. Doch dann sagte man mir, das sei vom 8.-11. Sie brauchen für jeden Tag dieselbe Person, weshalb ich widerwillig zustimmte. Wie gesagt, so eine Möglichkeit, Geld zu kriegen findet man nicht so schnell. Trotzdem klang Lucy ein wenig enttäuscht am Telefon, als ich ihr das mitteilte. Frau wie sie ist(morgen wird) machte sie es mir natürlich nicht leichter, sondern stach gleich mit einem Messer tief in mein Reuegefühl mit den Worten :“Ich hab ja noch andere Gesellschaft da…*seufz*“
Gnarf, kann sie es nicht einfach hinnehmen und sagen „Toll, Cainu, dass du so viel arbeitest und dein eigenes Geld verdienst.“ Nun, wie dem auch sei, es tut mir Leid und lässt sich jetzt nicht mehr ändern, es sei denn, ich will meinen Job ganz loswerden…

Ja und momentan ICQe ich mit Tini und freu mich auf nachher. Wir gehen ins Kino Prinzessin Mononoke sehen^^. Auch wenn ich den Film sicherlich schon über 20 Mal gesehen habe, so freue ich mich auf meine Kinopremiere^^
Solange spiel ich noch n bissl GameCube…
…oder mitm Hund…
….oder mit mir selbst…

Gehabt euch wohl
Cainu
5.2.07 13:35


Fantasy - Der Soldat

Jim hatte schon vor langem vergessen, wann dieser Krieg begonnen hatte oder warum. Er zählte nicht mehr die Tage bis der Krieg vorbei war, sondern die Tage die er am Leben blieb, seit er in das Schlachtfeld geschickt wurde. Er hockte zusammengesunken in einem Schützengraben und schloss seine Augen. Irgendwo hörte er ein Wimmern. Er brauchte nicht hinzusehen um zu wissen, dass wieder jemand erwischt wurde. Er würde nicht dran sterben, zumindest vorerst. Doch die Wunde würde sich mit dem Dreck vermischen und entzünden. Da die Sanitäter alle selbst entweder tot oder geflohen waren, konnte er auf keine Hilfe hoffen und würde elendig an einer Kugel im Fuß sterben. Vermutlich würde er gar nicht so lange warten, sondern sich vorher das Leben nehmen. So wie Jones vorgestern, als man den Kopf seines entführten Bruders in den Graben geworfen hatte.
Jim war es so Leid, jeden Tag seine Kameraden sterben zu sehen. Er wollte nicht mehr hören, wie sie nach ihrer Mutter schrien, wenn sie im sterben lagen, wollte nicht mehr sehen, wie sie verzweifelt versuchten, ihre Gedärme aufzusammeln oder ihr weg gefetztes Bein unter den Arm nahmen und in den Graben humpelten. An das Geräusch der Schüsse und der Granaten gewöhnte man sich sehr schnell. Die erste Granate, die in unmittelbarer Nähe explodiert war, hatte ihm das Gehör auf der rechten Seite genommen. Stopfte er sich nachts eine Patrone ins andere Ohr, konnte er sogar manchmal schlafen. Doch schlafen war nicht gut. Es sorgte nur dafür, dass er all die schrecklichen Szenen erneut durchleben musste. Darum hatte er irgendwann aufgehört zu schlafen. Hin und wieder übermannte ihn die Müdigkeit, ließ ihn unachtsam werden oder für ein paar Minuten einnicken, doch weckte ihn der schiere Gedanke an den Tod wieder auf. Er starb. Er würde elendig verrecken. Erschossen im Schlaf. Vielleicht sogar von seinen eigenen Kameraden, die nach und nach die Besinnung verloren, nicht mehr zwischen Freund und Feind unterschieden.

Er spähte zeitgleich mit seinem Mitstreiter links von ihm über den Rand des Grabens. Ein lautes Platschen ertönte. Der Kopf des Kollegen wurde nach hinten gerissen. Das Gesicht war ein einziger blutverschmierter Klumpen. Scharfschützen. Wieder einer weniger. Dieses Mal hatte er Glück gehabt. Die Leiche neben ihm fiel endlich rückwärts zu Boden. Eine kleine Lache sammelte sich um sie. Jim rutschte ein paar Meter von ihm weg und nahm sein Gewehr. Niemand schenkte dem Toten mehr Beachtung. Er hatte es hinter sich. Er war raus aus dieser Hölle.
Vorsichtig schaute er durch das Visier seiner Waffe. Dort stand ein Kind hinter einem ausgebrannten Panzer, mit einem Scharfschützengewehr in der Hand. Jim zielte auf dessen Kopf und schoss. Dem Jungen wurde der Unterkiefer förmlich weggesprengt, doch auch das war Jim egal. Alter, Geschlecht, Nationalität, Name. Alles wurde bedeutungslos an einem Ort, an dem jeder nur um sein eigenes Überleben kämpfte. Die Regeln waren denkbar einfach. Jeder, der eine Waffe bei sich trug spielte mit. Wer dich sah und nicht auf dich schoss, war dein Freund, alles andere war der Feind. Hatte er dich noch nicht gesehen, so hast du Glück gehabt und kannst ihm zuvorkommen. Wobei Jim immer mehr das Gefühl hatte, dass der entdeckte mehr Glück hatte. Ihm wurde der weitere Verlauf dieses Gemetzels erspart. Er brauchte sich um nichts mehr sorgen, außer um die letzten zwei, drei Atemzüge, vielleicht noch um die Familie, die er zurückgelassen hatte, Frau und Kinder, welche ein paar Tage später die Todesnachricht von jemandem überreicht bekommen würde, der fest behauptete, Seite an Seite mit ihrem Mann gekämpft zu haben.
Dabei war er nie auf dem Schlachtfeld gewesen, ja, war nicht einmal drüber hinweggeflogen. Er hatte lediglich die Hundemarke, das „Dogtag“ zugeschickt bekommen, falls man überhaupt dazu kam, dem gefallenen dieses zu Entwenden. Alle Daten standen dort drauf. Alle menschlichen Daten über den Mann hinter der Nummer 08/15 der Brigade Bravo. Der Mann wurde zu seiner Hundemarke, kaum dass er sie um sich gehangen und das Schlachtfeld betreten hatte. Alles, was man mit dem Mann verband verschwand, sobald er den ersten Feind erschossen hatte. Der Mensch verliert alles Menschliche im Krieg, so heißt es. Gerade das macht ihn menschlich.


Jim griff nach seiner Wasserflasche. Obwohl sie leer war setzte er sie sich an die Lippen, versuchte, auch nur den kleinsten Tropfen Flüssigkeit herauszupressen. Nichts. Jim verzweifelte, doch nicht einmal mehr Tränen wollten aus seinen roten, ausgebrannten Augen fließen. Die spröde Haut brannte ihm im Gesicht, weil die Sonne unentwegt auf ihn herab schien. Scheinbar hat Gott doch einen Sinn für Sarkasmus. Inmitten all der Toten, direkt zwischen den Fronten stand ein Kaktus in voller Blüte. Das einzig lebendige im Umkreis von 10 Meilen. Die Kämpfer waren alle schon tot, nur ließ der Tod sich Zeit und wählte mit Bedacht die Glücklichen aus, die vor den anderen dem Kampf entfliehen konnten.

Und da wurde es ihm klar. Jim verstand, was an seinem puren Kampf ums Überleben so falsch war. Er hatte ihn bereits verloren. Vielleicht hatte er keine äußeren Wunden, vielleicht stellte er sich aber auch nur vor, unverletzt zu sein. Und da, der Kaktus, das Symbol des Lebens. Dieser Wink war doch eindeutig. Er sollte zu ihm gehen, dann hatte sein Leiden ein Ende.

Jim lächelte, schmiss sein Gewehr neben die Leiche seines Mitstreiters und stand auf. Neue Kraft machte sich in ihm breit. Wieso war ihm das vorher noch nicht aufgefallen. Jeder hier war bereits tot, gestorben in einem Kampf, der niemals enden sollte. Ihre Hölle war es, auf ewig zu kämpfen. Nur wer dies begriffen hatte wurde erlöst. Er hüpfte aus dem Graben. Irgendwer hinter ihm murmelte etwas, dass er zurückkommen solle. Nein, dachte Jim. Niemals würde er zurückkommen. Er wusste, dass niemand außer ihm den Kaktus sehen könnte. Er war auserwählt worden, dieser Schlacht zu entfliehen. Er lief los, verfiel sofort in einen Trab. Schneller konnte er nicht laufen. Endlich, sein Leiden würde vorbei sein. Das Paradies erwartete ihn.

Eine kleine Metallkugel, abgefeuert von Kinderhand aus einem Scharfschützengewehr bahnte sich den Weg durch Jims linken Lungenflügel und sorgte dafür, dass er den Kaktus nie erreichte. Und doch war Jim nicht traurig. Er starb mit einem Lächeln auf den Lippen. Er hatte gewonnen. Er war tot.
2.2.07 22:59


Fantasy - Der Unbesiegbare

Der Unbesiegbare, so wurde er genannt.
Der Krieger, die lebende Legende.
Er war im gesamten Land bekannt
Doch niemand kannte sein Ende.

Einst wanderte er umher
Ziellos, durch Feld und Wald
Seine Opfer wurden mehr und mehr
Er tötete schnell und kalt.

Einem ganzen Heer stellte er sich
Zu finden, wonach er suchte
Die Schlacht war lang und fürchterlich
Nicht einen Kratzer er verbuchte.

Er lebte für den Kampf, den Krieg, die Schlacht
Jeden Tag litt jemand Schmerzen
Doch versuchte er stets mit aller Macht
Sein eigenes Leben auszumerzen.

Er war es Leid, er hatte es Satt
Tag für Tag mit dem Tod zu ringen
Doch im Kampf fand die Verwandlung statt
Und niemand vermochte ihn zu bezwingen.

Etwas in ihm nahm überhand
Verhinderte, dass er kampflos aufgab
Machte ihn blitzschnell, eiskalt und gewand
Und schickte die Gegner ins Grab.

So streifte er weiter umher
Und kam zur höchsten Klippe überhang
Mit dem Rücken zum Abgrund stand er
Atmete tief ein und sprang.

Doch einmal mehr wusste das Tier in ihm
Ihm den sehnlichsten Wunsch zu verderben
Griff nach der Kante und begann sich hochzuziehen
Rettete sie beide und ließ sie nicht sterben.

Auch verlor gegen ihn die Zeit
Die sonst alles schaffte
Auf alle empfand der Krieger Neid
Die die Zeit dahinraffte.

Der Unbesiegbare, so wird er noch immer genannt
Der Krieger, die Lebende Legende
Er bleibt weiterhin im ganzen Land bekannt.
Sein Leiden hat niemals ein Ende.

Gezwungen zu wandern bis er findet
Einen Weg das Biest zu bezwingen
Zu töten, was ihn ans Leben bindet
So lang wird man von dem Krieger singen.
1.2.07 22:26


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